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Ludwig Boltzmann-Institut für

Historische Sozialwissenschaft

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Medical Experiments in Nazi Concentration Camps

 

Das von Gerhard Botz geleitete Forschungsprojekt zur Untersuchung von medizinischen Experimente in den KZs Auschwitz und Mauthausen wurde von Beginn an vom "Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus" (Wien) und von der "Conference on Jewish Material Claims Against Germany" (New York) gefördert. In dem von Mag. Ruth Weinberger bearbeiteten Teil geht es schwerpunktmäßig einerseits um die Erfahrungen und Erinnerungen von jüdischen Auschwitz-Überlebenden, an denen Fertilitätsexperimente durchgeführt worden sind, und andererseits um die Rolle von Häftlings- und SS-Ärzten dabei. Dazu wurden Archivalien aus dem Archiv der Gedenkstätte Mauthausen (Wien), dem Yad Vashem Archiv (Jerusalem), dem Deutschen Bundesarchiv (Berlin und Ludwigsburg), dem Yale Fortunoff Archive (New Haven), dem Archiv des United States Holocaust Memorial Museum (Washington), des Landesarchiv Schleswig-Holstein (Schleswig), der Harry Ransom Research Library (Austin / Texas), dem Hessische Staatsarchiv (Darmstadt), und des Claims Conference Archiv (New York) gesammelt und bearbeitet. In dem von Mag. Heinrich Berger bearbeiteten quantitativ-sozialgeschichtlichen Teil geht es vor allem um einen Vergleich der Erzählungen und des Erzählten von jüdischen mit nichtjüdischen Häftlingsgruppen des Konzentrationslagers Mauthausen. Dafür wurde die Datenbank des "Mauthausen Survivors Documentation Project" bezüglich medizinischer Experimente bearbeitet und analysiert. Seit der Bewilligung eines Zusatzantrags im Frühjahr 2006 durch die Gerda Henkel Stiftung (Düsseldorf) konnte das Projekt im Bereich der Interviews mit Opfern von Fertilitätsexperimenten und bei der Untersuchung von Häftlichgsärzten erweitert werden.

 

Aufsatzsammlung:

 


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